Aktuelle Seite: HomeAktuelles

Altersvorsorge: Zu Vielen entgeht die staatliche Förderung!

Der Staat unterstützt die zusätzliche Altersvorsorge in unterschiedlichen Formen. Doch noch immer haben viele Arbeitnehmer keinen Anspruch auf eine Zusatzrente, weil sie weder eine betriebliche Altersvorsorge noch einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, obwohl ihnen

Seit dem 1. Januar 2002 gibt es die staatliche Altersvorsorge in Form der Riester-Rente. Außerdem hat jeder Arbeitnehmer in Deutschland das Recht, über seinen Arbeitgeber einen Teil seines Lohnes oder Gehaltes in eine betriebliche Altersversorgung (bAV) einzuzahlen. Doch nur wer diese Verträge abschließt, nutzt staatlicher Förderungen und erhält zudem später Zusatzrenten.

Der Ergänzende Bericht der Bundesregierung zum Rentenversicherungs-Bericht 2012, der vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht wurde, zeigt, wie es aktuell um die zusätzliche Altersvorsorge der Bürger steht. Mehr als 15,6 Millionen Deutsche haben bereits einen Riester-Vertrag, der aber nicht nur von Arbeitnehmern abgeschlossen werden kann. Zudem steht 19,6 Millionen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmern eine Zusatzrente aus der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) zu.

Altersvorsorge wird immer wichtiger: Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit einer betrieblichen Altersversorgung liegt aktuell bei etwa 60 Prozent. Das heißt aber auch, dass rund 40 Prozent, das sind ca. 11 Millionen Arbeitnehmer, auf die Förderung des Staates verzichten. Zudem haben nur rund 35 Prozent der sozialversicherungs-pflichtigen Arbeitnehmer einen Riester-Vertrag. Die anderen 65 Prozent verschenken dadurch, dass sie noch keinen Riester-Vertrag haben, Steuervorteile und staatliche Zulagen.

Zudem wird in dem Bericht auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge hingewiesen: „Die zusätzliche Altersvorsorge wird zukünftig immer wichtiger werden. Dies belegen auch Modellrechnungen zur Entwicklung des Gesamt-Versorgungsniveaus: Die aus Gründen der Generationen-Gerechtigkeit erforderliche Absenkung des Sicherungsniveaus in der gesetzlichen Rentenversicherung kann durch zusätzliche Vorsorge ausgeglichen werden.“

Riester-Förderung: Förderberechtigt sind unter anderem in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversicherte Arbeitnehmer, rentenversicherungspflichtige Selbstständige, wie Künstler oder freiberufliche Hebammen, sowie Beamte. Der Ehegatte eines Förderberechtigten hat unabhängig von seiner beruflichen Tätigkeit ebenfalls einen Anspruch auf die staatliche Förderung, wenn er mindestens 60 Euro pro Kalenderjahr in den Vertrag einzahlt.

Für Erwachsene gibt es jährlich eine sogenannte Grundzulage von 154 Euro. Jedem Kind, für das der Förderberechtigte oder sein Ehegatte Kindergeld erhält, werden 185 Euro pro Jahr gutgeschrieben. Für Kinder, die ab dem 1. Januar 2008 geboren wurden, gibt es sogar 300 Euro als jährliche Zulage. Maximal 2.100 Euro an jährlichen Beiträgen können steuerlich abgesetzt werden.

Die volle Förderung ist daran gebunden, dass mindestens vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens in den Vertrag fließen (maximal € 2.100,-). Als kleinstmöglicher Eigenbeitrag wurde vom Gesetzgeber eine Untergrenze von 60 Euro im Jahr beziehungsweise fünf Euro im Monat festgelegt. Der Zulagenantrag muss nur noch einmal gestellt werden. Bei Fragen zur staatlichen Förderung und der Auswahl des individuell richtigen Riester-Vertrages helfen wir Ihnen gerne weiter.

 

Wie die betriebliche Altersvorsorge funktioniert: Seit 2002 hat jeder Arbeitnehmer das Recht, Teile seines Lohns- oder Gehalts, aber auch Sonderzahlungen wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld ganz oder teilweise in eine betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen, um eine spätere Zusatzrente zu erhalten. Das kann zum einen zu einer deutlichen Minderung der Sozialabgaben und Lohnsteuer führen, zum anderen wird mehr angespart als beim Nettolohn fehlt. Zudem beteiligen sich viele Arbeitgeber mit betrieblichen oder tariflichen Zuschüssen an der bAV.

 

Für 2014 können Arbeitnehmer bis zu 2.856 Euro steuer- und sozialversicherungsfrei sowie weitere bis zu 1.800 Euro steuerfrei in einen bAV-Vertrag einzahlen.

 

Wer noch keine bAV-Vorsorge hat, sollte sich bei seinem Arbeitgeber erkundigen, welche betriebliche Altersversorgung in dem Unternehmen angeboten wird. Ein Gespräch mit uns hilft, die vollen Fördermöglichkeiten auszuschöpfen.

 

Fragen zu diesem Thema beantworten wir Ihnen gerne.

 

Da Selbstständige keine betriebliche Altersversorgung und keine Riester-Rente abschließen können, ist es für sie umso wichtiger, die steuerlichen Möglichkeiten der Basisrente zu nutzen. Sprechen Sie uns bitte auf die Basisrente an.

 

Zum Anfang